Berichte aus dem Jahr 2015 (Rottmeister Jörg Schädel) - Rosenrott

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Berichte aus dem Jahr 2015 (Rottmeister Jörg Schädel)

Berichte

 

620. Historisches Schützenfest vom Mittwoch 8. bis Sonntag 12 Juli 2015 

Wenn das man gut geht, mit dem Rosenrott 2015. Wir hatten schließlich einen Rottmeister, der beruflich alles dransetzen muss, das Geld zusammen zu halten. Doch die Sorge, dass Jörg seine berufliche Grundeinstellung 1:1 auf das Rottleben überträgt, hat sich glücklicherweise als völlig unbegründet erwiesen. Jörg und Stefanie haben ihre Sache sehr gut gemacht und mehr als einmal wurde lauthals "Wiederwahl" gefordert. Wir haben eine halbe Woche in Saus und Braus verbracht; es fehlte an nichts, wovon Rottbruder gemeinhin träumen. Das diesjährige Motto hatte Udo mit seiner Rottmeisterhymne genau getroffen:
Jörg, lass mich rein, denn ich hab' noch keinen Schädel,
schenk einen ein und wenn ich dann fröhlich werde
liegt es daran, dass du unser Geld verwaltest und ich trinken kann.
Und so strömten dann Tag für Tag zahlreiche fröhliche Rottbrüder ins Rottlokal. Dort wurden sie von Stefanie und Ihrer Damenriege aufs Herzlichste begrüßt, mit den Insignien des Rosenrottbruders ausstaffiert und zum Feiern ins Traditionszelt geschickt.

Platzkonzert am Mittwoch

Rottmeisterpaar 2015 Jörg und Stefanie (ScS 2015)
Leider ist das Stadthäger Schützenfest am Sonntag schon wieder zu Ende. Um den Abschiedsschmerz etwas zu lindern, hatte das Rottmeisterpaar zur Nachfeier geladen. Neben dem Dank an die Helferinnen durfte der scheidende Rottmeister natürlich auch seinen Nachfolger für das nächste Jahr vorstellen. Matthias Molthahn wird 2016 unser Rott anführen. Die Vorfreude stand ihm deutlich ins Gesicht geschrieben, als Jörg ihm die Kette umhängte und die Lanze übergab. Mit ihrem Appell, auch 2016 wieder zahlreich am Rottleben teilzunehmen, rennt unser neues Rottmeisterpaar Matthias und Christina natürlich offene Türen ein. Denn, keine Frage, wir werden auch 2016 alle wieder zur Stelle sein.
Der Anteil der Rosenrottbrüder mit chronischen Durchschlafstörungen wächst beständig. Denn mehr Leute als je zuvor erreichten schon deutlich vor 10 Uhr das neue Hauptquartier an der Vornhäger Str. 36 auf der großen Wiese unseres Rottbruders und Vereinsmitgliedes Dieter F. Kindermann.

Der Ansturm war groß. Am Donnerstag gegen 10:15 Uhr war der Rottmeister kurz davor, ein Schild "Geschlossen wegen Überfüllung" aufzuhängen und die nachdrängenden Neuankömmlinge auf freie Plätze in den anderen Rotts unserer schönen Heimatstadt zu verweisen. Gerade noch rechtzeitig konnte durch massive Tisch-Verdichtung das Schlimmste verhindert werden. Ein besonderer Dank an unsere Damen, dass sie trotz der "etwas" beengten Verkehrswege die hungrigen und durstigen Rottbrüder bestens versorgt haben.

Infolge der hohen Packungsdichte entbrannte natürlich auch mal wieder die "Das Zelt ist zu klein"-Debatte. Diese auch nach 20 Jahren immer noch ebenso leidenschaftlich wie ergebnislos geführte Diskussion gehört einfach zum Rottleben im Rosenrott dazu. Schön, endlich wieder Schützenfest.

Ansonsten: Das Showprogramm war wieder vom Feinsten. Zahlreiche Rosenrottgrößen sind aufgetreten: Andy hat einen zum Besten gegeben, Udo und Axel mit ihren Musikeinlagen Schwung in den Laden gebracht, Malte hat die neusten Forschungsergebnisse zum Alten Dessauer referiert, es wurden Sprüche gekloppt, Witze gerissen und Geschichten vorgetragen. Die Minuten, an denen man einfach mal so entspannt dasitzen und in Ruhe sein Bier trinken konnte, hatten Seltenheitswert.

Rottfeier am Donnerstag

Rottfeier am Freitag

Rottfeier am Sonntag

Nachfeier am Sonntag

 

Zelt schmücken am Montag 6. Juli 2015

Schön zu sehen, dass viele das samstägliche Sonnenbad beim Zelte aufbauen überlebt hatten und am Montag erneut zum Zeltschmücken zur Stelle waren. Während sich Ralph als ausgewiesener Experte für den virtuosen Umgang mit dem grünen Bindedraht an das Umwickeln - nicht zu fest, und nicht zu lose - der Balken machte, entbrannte im Rest der Truppe - wie eigentlich jedes Jahr - eine lebhafte und leidenschaftlich geführte Diskussion über die Anbringung der beiden großen Landesfahnen unter der Zeltplane. Das Weiße nach links oder nach rechts? Fahnenstock unter den First? Beide Fahnen gespiegelt oder gleichsinnig? Da half auch nicht der präzise Landesfahnenanbringungsplan, den Malte morgens im Regionalexpress auf dem Weg nach Hannover skizziert und Ulrich mitgegeben hatte. Um endlich zu einem Ergebnis gekommen, wurde folgender Kompromiss vorgeschlagen und mehrheitlich akzeptiert: Wir schauen im Rottalbum nach, wie sie letztes Jahr unter der Decke hingen, und so machen wir es dieses Jahr auch wieder. Immer frei nach der Devise: "Es soll alles so bleiben, wie es ist".

Kaum hingen die Fahnen, begann der Boden unter uns leicht zu vibrieren, 2 Minuten später hörte man dazu passende erste Techno-Rhythmen und weitere 5 Minuten später rollte eine quietschfidele Fuhre voller Grünzeug und gut gelaunter Junger Bürger vor. Schnell lag ein großer Haufen aus Tannen und Birkengrün vor dem Zelt und die Jungen Bürger konnten erst mal eine wohlverdiente Pause einlegen, bevor es weiter in die nächsten Rotts ging.

Routiniert und mit einer Präzision, wie man sie sonst nur aus der hochoptimierten, industriellen Großserienfertigung kennt, ging es dann an das Filetieren der Tannen und das Applizieren der Grünsegmente an die vorgedrahteten Balken. Zeitparallel gingen die Bilder-Aufhäng-, Zylinderleinen-Spann- und Birken-Festzurr-Teams ans Werk, sodass binnen weniger als 120 Minuten aus dem nackten Zelt ein im festlichen Schmucke strahlendes Rottzelt entstand. Fazit: So schön war's noch nie.
Zur Belohnung für die nach der anfänglichen Fahnendebatte doch sehr konzentriert und ergebnisorientiert verlaufenden Aktion hat der Rottmeister dann den Grill angeworfen. Dank Rottbruder Christian, der uns wieder mit einer großen Kiste, voll mit allerlei Grillladen und Salaten, bedacht hatte, hockten alsbald alle satt und zufrieden an der langen Tafel und genossen bei einem letzten Bier die Abendsonne.

Zelt aufbauen am Samstag 4. Juli 2015

Diejenigen Rottbrüder, die so richtig heiß auf das Zeltaufbauen waren, wurden nicht enttäuscht, denn es ging wahrlich heiß her auf dem diesjährigen Zeltplatz an der Vornhäger Str. 36. Der 4. Juli entpuppte sich mit gut 38 Grad im Schatten als der bislang heißeste Tag des Jahres. Die Zeltbauer mussten schon morgens um 10 Uhr ordentlich schwitzen. Zum Glück war - trotz der großen Hitze - Zeltmeister Willi auch erschienen und hat von einem schattigen Plätzchen aus mit kühlem Kopf die mit den Zeltteilen durch die gleißende Sonne stolpernden Hilfstruppen an den richtigen Einbauort gelenkt.

Die große Wiese hinter dem Haus von unserem Rottbruder und Vereinsmitglied Dieter F. Kindermann bot reichlich Platz. So viel Platz, dass wir die kleinen Zelte ein paarmal durch die Gegend getragen haben, bis wir mit dem Standort zufrieden waren. Auch der Zeltanhänger wurde fleißig über die Wiese geschoben, mal hier und mal dort abgestellt, bis er endlich seine Endposition erreicht hatte. Als dann gegen 14 Uhr das Werk vollbracht war - Rottzelt, Hauptmann-, Zapf- und Damenzelt errichtet waren - stand die Sonne ganz hoch am Himmel und es war kaum noch zum Aushalten draußen.

Am Ende hockten alle, zwar völlig durchgeschwitzt und abgekämpft, aber trotzdem glücklich, im Stuhlkreis unter einer Schatten spendenden Baumgruppe und fielen über die leckeren Brötchen her. Nur der Rottmeister war ein wenig enttäuscht, denn von den vielen Kästen Bier, die er angeschleppt hatte, wurde gerade mal einer leer. Wasser und Apfelschorle hingegen standen ganz hoch im Kurs und verschwanden hektoliterweise in den Rottbrüdern. Lieber Jörg, sei nicht traurig. Am Montagabend kommen wir alle wieder zum Schmücken des Zeltes, und dann kümmern wir uns auch um das Bier . .

Jubiläums-Rottbegehen am Samstag 27. Juni 2015

Zahlreich strömten die Rottbrüder zum 30. Rottbegehen der III. Quartierschaft auf halb zwei zum Schützenhaus in Stadthagen. Galt es doch, im sportlichen Wettkampf auf dem Schießstand den begehrten Rottpokal zu erringen.

Anschließend ging es dann auf den langen Marsch durch die Stadt. Ein kleiner Regenschauer auf dem Wall am Viehmarkt konnte der guten Laune nichts anhaben. Schon bald konnten die Regenschirme wieder eingeklappt werden und es ging weiter in die Nelkenstraße zum Fürstenrott. Hell leuchteten die Augen der Rottbrüder beim Anblick der reich belegten Brötchenplatten und gut gefüllten Bierkästen. Viel zu früh ließ der Hauptmann zum Aufbruch blasen und es ging weiter zum diesjährigen Hauptquartier des Rosenrotts an der Vornhäger Straße und schließlich zu den Bernhardinern auf der Höhe. Lobend muss erwähnt werden, dass neben der fachmännischen Begutachtung der Zeltplätze auch die Gesundheit nicht zu kurz kam, denn die Rottbrüder waren eifrig bemüht, den infolge des langen Weges eingetretenen Flüssigkeitsverlust zu kompensieren.

Doch der schönste Teil des Tages stand uns noch bevor. Denn es war ja nicht irgendein Rottbegehen, sondern es war das 30. Rottbegehen und unsere Chargierten hatten ein großes Jubiläumsfest vorbereitet. Vom Bernhardiner Rott ging es daher durchs Feld nach Probsthagen zum Schäferhof. Dort erwarteten uns schon die Schaumburger Musikanten unter der Leitung von Ralf Jordan. Doch nicht nur die Musik stimmte, auch für das leibliche Wohl war bestens gesorgt. Eine Präsentation mit zahlreichen Fotos und Videos aus den letzten Jahrzehnten der Quartierschaft ließ manche Erinnerung wieder wach werden. Als im Verlauf des Abends die Ergebnisse des Schießens verkündet wurden, gab es Jubel im Rosenrott, denn unser Rott lag vorne. Es wurde ein unterhaltsamer und geselliger Abend, den wir zusammen mit unseren Frauen auf dem Schäferhof verbringen durften. Daher ein herzliches Dankeschön an unsere Chargierten und ihre Frauen für dieses schöne Fest.

Chargiertenwahl am Freitag 12. Juni 2015

Von Wahlmüdigkeit konnte trotz hochsommerlicher Temperaturen keine Rede sein. Als die ersten Rosenrottbrüder und -schwestern gegen 18:20 Uhr in den Ratskellersaal einrückten, saßen da oben schon runde 50 Wahlbürger/innen beim Bier und diskutieren angeregt die Wahlvorschläge. Auch unser "Traditionstisch" war schon besetzt, aber es fand sich eine gute Alternative in Fenster- (frische Luft) und Thekennähe (Versorgungssicherheit). Auf jeden Fall sollten sich alle, die nächstes Jahr dabei sein wollen, für Freitag Nachmittag schon mal Urlaub eintragen, denn das Treffen am Ratskeller wird gegen 14:30 Uhr sein.
Als knapp 2 Stunden später um 20 Uhr die Wahl eröffnet wurde, ging es schon hoch her im Saal. Zahlreiche an den Tischen engagiert geführte Gespräche in Kombination mit einer Gehör-schonend eingestellten Beschallungsanlage machten es etwas schwierig, den Ausführungen der Wahlleiter zu folgen. Doch wir wussten uns zu helfen, haben einfach immer dann den Finger gehoben, wenn an den Tischen vorne im Saal die Hände hoch gingen. Aber
ich denke, ein Blick in die Tabelle zeigt, dass wir alles richtig gemacht haben.

Unser designierter Rottmeister musste lange zittern, denn die III. Quartierschaft kam bei der Wahl auch dieses Jahr wieder erst als dritte Quartierschaft dran. Doch das Ergebnis war überzeugend, Jörg Schädel wurde einstimmig in sein Amt als Rottmeister des Rosenrott 2015 gewählt. Jörg und Stefanie liessen es sich nicht nehmen, uns für das entgegengebrachte Vertrauen mit einem Grünen zu danken.

Bei den Chargierten unserer Quartierschaft hiess es Wiederwahl: Daniel Bruns trägt das Schlachtschwert und Frank Marx als Hauptmann die Verantwortung. Florian Redeker als Feldwebel muss beim Rundmarsch und Achim Theus als Schaffer muss am Schiessstand auf die Rottbrüder aufpassen. Wolfgang Barembruch trägt die Fahne und zeigt uns damit auch im größten Getümmel vorm Ratskeller den Weg in die Festhalle.

Eine Fotogalerie von der Chargiertenwahl findet sich auf den Webseiten der Schaumburger Nachrichten.

© Ulrich Wischhöfer 2012 - 2020
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