Berichte aus dem Jahr 2017 (Rottmeister Markus Metschke) - Rosenrott

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Berichte aus dem Jahr 2017 (Rottmeister Markus Metschke)

Berichte

 

Wochenendausflug nach Quedlinburg und Wernigerode am 11. und 12. November 2017

Rosenrott reist - Unter diesem Motto trafen sich am 11.11. um kurz vor neun Uhr 24 Rottbrüder und -schwestern, um das Wochenende gemeinsam zu verbringen. Zunächst ging es im schönen Busch-Bus über Hildesheim und Goslar nach Quedlinburg. Die Fahrtzeit wurde angenehm gestaltet durch Gespräche und auch durch Udos CD „Rund ums Zelt“, die einige der Fahrtgäste vorgaben, zum ersten Mal zu hören. Angeblich soll auch das eine oder andere Edelherb schon getrunken worden sein und auch ein oder zwei Gläschen Sekt von den Damen, was zumindest bei der kurzen Fahrt die Toilettenpause erklären dürfte. Gegen Mittag kamen wir nämlich in Quedlinburg schon an und da die Stadtführung erst für 15 Uhr gebucht war, teilte sich die Gruppe auf je nach Neigung: Brauhaus, Einkaufsbummel, Stadtspaziergang.

Pünktlich zur Führung trafen sich alle am Roland vor dem Rathaus wieder, auch Jochen fand sich ein, der uns die nächsten eineinhalb Stunden begleiten sollte. Schnell stellte sich heraus, dass der Quedlinburger Führer und die Stadthäger Schützen auf einer Welle sind -  es wurde ein ebenso humoriger wie interessanter Rundgang. Redewendungen wie „immer an der Wand lang“ und „Ladenschluss“ wurden am historischen Ursprung erläutert, und Jochen erklärte, dass wir uns – wer hätte es gedacht – tatsächlich am „Geburtsort“ von Deutschland befinden. War es doch am Finkenherd, wo Heinrich I. Anno 919 die ihm von anderen deutschen Fürsten angebotene Krone annahm und damit erster Deutscher König wurde.


Die Führung endete am Schlossberg mit der bekannten Stiftskirche. Leider waren sowohl Schloss als auch Stiftskirche nicht mehr für eine Besichtigung geöffnet, was aber der mittlerweile doch fröstelnden Besucherschar nichts auszumachen schien. Entweder zog es sie gleich in eines der netten Cafés, oder erst nach dem kurzen Aufstieg auf den Schlossberg, wozu sich die Hartgesottenen anschickten, um die beiden imposanten und historisch bedeutenden Bauwerke zumindest kurz aus der Nähe zu bestaunen.

Treffpunkt zur Weiterfahrt ins Nachtquartier sollte um 17:30 am Bus sein, was von den Teilnehmern der rechten Seite nicht ganz eingehalten wurde – offenbar war der Glühwein doch zu lecker gewesen. Fahrer Andreas gab denn Gas, um die avisierte Ankunft im „Parkhotel Schloss Meisdorf“ gegen 18 Uhr doch noch zu schaffen. Schnell wurden die Zimmer der barocken Schlossanlage verteilt und es wurde sich kurz zurückgezogen, um auf 19 Uhr die reservierten Plätze am Martinsbuffet einnehmen zu können. Dies wartete nicht nur mit leckerer Gänsebrust und -keule auf, sondern auch mit Fisch, Kassler, Grünkohl, diversen anderen Gemüsen, natürlich auch mit Vorspeisen und mehreren Nachtischvarianten, so dass alle Essenpräferenzen bedient werden konnten. Als dann der Zeitpunkt erreicht war, dass in unsere vollen Bäuche nur noch Flüssiges passte, wurde der Stellungswechsel in die Gewölbebar befohlen, dem alle fröhlich und bereitwillig nachkamen. In der Gewölbebar stellte sich durch diverse Cocktails und leckere Biere – hat eigentlich jemand unser Edelherb vermisst? – dem „fröhlich“ recht schnell das „lärmend“ hinzu, was bis kurz vor Mitternacht anhalten sollte.
Am nächsten Morgen war unser Treffpunkt das Frühstücksbüffet. Nachdem dies geplündert war, ging es um zehn Uhr los zum nächsten Ziel: das Schloss in Wernigerode. Da dies nicht direkt anfahrbar ist mit einem großen Bus wie dem unseren, entschlossen wir uns kurzfristig, die kleine Schlossbahn zu nutzen. Großes Hallo, als wir unterwegs erfuhren, dass der Werbespruch von Wernigerode „Bunte Stadt am Harz“ von keinem geringeren stammt als von „unserem“ Hermann Löns! Leider verspäteten wir uns durch die Kleinbahnfahrt um ca. 15 Minuten zur vereinbarten Führung. Trotzdem diese Verspätung der Schlossverwaltung per moderner Telekommunikationstechnik umgehend mitgeteilt wurde, gestaltete sich unser Empfang seitens des Schlossführers eher frostig. Leider bestand diese Kühle mit entsprechendem Vortragston während des gesamten Rundgangs, so dass er zwar sehr informativ war – mehr aber auch nicht.

Glücklicherweise überstand das Schloss mit seinen Räumen und zum Teil auch Möbeln mehrere Kriegs- und Regierungszeiten, so dass wir wunderbare Zimmer besichtigen konnten. Bei dem einen oder anderen riefen auch Uniformen und Ausrüstungsstücke aus dem Deutschen Kaiserreich große Bewunderung hervor. Höhepunkt im Wortsinne war der Aufstieg auf den Turm: Einmal war die hölzerne Innenkonstruktion interessant, und dann hatten wir von oben natürlich auch einen herrlichen Überblick auf die umliegende Landschaft. Nebenbei erfuhren wir, dass der deutsche Spielfilm „Das kleine Gespenst“ zum Großteil im und am Schloss gedreht wurde und die Außenaufnahmen in Quedlinburg. Zufall?

Gegen Mittag machten wir eine kurze Essenspause in der Schlossküche, bevor wir wieder mit der Kleinbahn zu Andreas und dem Busch-Bus zurückfuhren. Für die Heimfahrt entschied er sich diesmal zur Nutzung der Autobahn statt „über Land“, so dass wir schneller unterwegs waren als auf der Hinfahrt. Unterwegs prüften wir natürlich wieder die Leistungsfähigkeit des Buskühlschranks und stellten befriedigt fest, dass sowohl Edelherb als auch Sekt noch die richtige Trinktemperatur hatten.

Fazit: Es war eine prima Fahrt, das Wetter spielte optimal mit (Regen setzte erst während der Rückfahrt ein), tolles Programm auch mit Zeiten „für sich“, Bus und Fahrer als eingespieltes Doppel, schönes Nachtquartier, erfreute Teilnehmer sowohl von rechter als auch linker Seite. Einziger Wermutstropfen war die schwache Beteiligung insgesamt. Trotzdem sprachen sich alle Teilnehmer für eine Wiederholung in 2018 aus, natürlich mit anderem Ziel, und auch nach Möglichkeit früher im Jahr – der Vorschlag liegt bei Ende September bis Mitte Oktober. Dies in der Hoffnung, mehr Teilnehmer motivieren zu können. Also denn, ich baue auf Euch!

(FrM 2017)


Vereine-Pokalschießen im Oktober 2017

Den entsprechenden Bericht aus 2016 schloss ich mit den Worten: "bis zum nächsten November". Im vorauseilenden Gehorsam, dafür nicht weniger verläßlich, schickte das Rosenrott wieder zwei Mannschaften ins Rennen mit dem Ansporn, zumindest die fulminanten Ergebnisse des Vorjahres zu wiederholen. Rosenrott I in gleicher, bewährter Besetzung mit Dirk, Niels und Florian schossen bereits am Montag 16.10. und legten 97, 95 und 92 Ring vor. Florian mit seinen 97 Ring hoffte sich bereits in der Einzelwertung sehr weit vorn, und auch das Mannschaftsergebnis ließ Gutes erahnen.


Am Dienstag 17.10. folgte Rosenrott II mit Oliver, Andreas Paul und Malte. Andreas Paul aus der zweiten Residenz sollte den verletzungsbedingt nicht startenden Schorse U. vertreten und bei dieser Gelegenheit die Verbundenheit zum bückeburgischen Rott "Jäger 7" wieder auffrischen. Andreas Paul, sicherer und erfahrener Schütze dank vielfältiger Möglichkeiten bei der Bundeswehr, blieb mit 95 Ring leicht unter den Erwartungen, was er selbst trocken kommentierte mit "sonst schieße ich besser". Was Andreas Paul nicht schaffte, legte dann Malte hin, der mit 97 Ring sein bisher bestes Ergebnis brachte - Florian wusste nicht so recht, ob er sich darüber freuen sollte oder nicht. Oliver schließlich brachte es auf 85 Ring auf seiner Scheibe, was für diesen doch eher ungeübten Schützen ein mehr als respektables Ergebnis darstellte.


Wie in 2016 wurde auch dieses Jahr an vier Tagen geschossen, am letzten Tag (Freitag 20.10.) schloss sich die Siegerehrung an. Banges Warten ließ die Zeit bis dahin länger und länger erscheinen, was auch der in dieser Woche herrlich warme und sonnige Herbst nicht zu ändern vermochte. Schließlich war es aber soweit und nach kurzer Verwirrung, was den Beginn der Siegerehrung betraf, fanden sich Rosenrott I und Malte für Rosenrott II wieder im Schützenhaus ein. Und wieder wurde die Zeit für Gespräche und Fachsimpeleien genutzt, diesmal mit Rottbrüdern aus dem Rott Bahnhofstraße/Loccumer Land.

Bei der Siegerehrung dann große Freude. Zunächst die Einzelwertung: Der erste Platz ging mit 98 Ring ins Rosenrott! Malte reagierte gelassen, schließlich war er beim Betreten des Schützenhauses schon von Olaf mit einem knappen "ich hab´ 98" empfangen worden. Und schließlich zählt das Rott! Zwar startete Olaf für die Sparkasse, aber so eng wollen wir das hier nicht sehen. Spannung kam dann auf, als verkündet wurde, dass gleich viermal das Ergebnis von 97 Ring geschossen wurde. Der gefürchtete Teiler - diesen zu verstehen oder gar zu erklären ist ungleich schwieriger als die Abseitsregel - musste herhalten, um die weiteren Plätze zu vergeben. Eisiges Schweigen plötzlich zwischen Florian und Malte, die sich eigentlich bislang gut unterhielten. Das Grinsen von Malte war kurz darauf breiter, wurde er doch für den zweiten Platz ausgerufen. Die beiden besten Ergebnisse ins Rosenrott! Nun hätte eigentlich noch Florian folgen müssen, um das Rosenrottglück komplett zu machen, aber leider blieb ihm nur - oder immerhin? - der undankbare vierte Platz.

Nun die Mannschaftswertung: Rosenrott I schaffte nach dem dritten Platz im vergangenen Jahr nun den ersten! Dirk, Niels und Florian konnten ihr Glück gar nicht fassen und waren den Rest des Abends so ziemlich aus dem Häuschen. Rosenrott II kam auf den undankbaren vierten Platz und Malte konnte kurz Florian nachfühlen, wie es ist, aus nächster Nähe auf den dritten Platz zu schielen. Aber unterm Strich überwog natürlich wieder die Freude über dieses - aus Sicht unseres Rosenrotts - wunderbare Ergebnis. Schließen möchte ich wieder mit einem Dank an den Schützenbund für Organisation und Ausrichtung und einem von allen Beteiligten "ich weiß, dass ich im nächsten Jahr dabei sein wieder muss!"
(FrM 2017)


Nachtwächterrundgang am Samstag 30. September 2017

Pünktlich um 17 Uhr hatten sich zahlreiche Rottbrüder und -schwestern vorm Rathaus getroffen und freuten sich auf den Stadtrundgang unter dem Motto „Licht aus - Lampe an!“. Doch die Freude währte nicht lange, denn gerade als im historischen Kostüm gewandete Frau Reineking-Plaggemeier die Gruppe begrüßte und das Lied des Nachtwächters vorgetragen hatte, fielen die ersten Tropfen. Aus den einzelnen Tropfen wurde dann binnen weniger Minuten ein respektabler Wolkenbruch und alle flüchteten sich unter die großen Gastronomie-Schirme vorm Ratskeller. Da kein Ende in Sicht war, musste der Rundgang kurzerhand in den Ratskeller verlegt werden. Dort hellten sich die traurigen Gesichter aber sogleich auf, als der Vorstand eine Runde Bier ausgab.

So fiel zwar der geplante Rundgang aus, aber wir haben trotzdem in den eineinhalb Stunden vom Nachtwächter viel Wissenswertes über die Geschichte unserer Heimat und die sie prägenden Persönlichkeiten erfahren. Gegen 19 Uhr - aus dem Wolkenbruch war inzwischen Dauerregen geworden - folgte dann der Stellungswechsel ins Anno 1588 zum Rippchenessen. Im stimmungsvollen Ambiente des Ritterkellers verlebten dann alle einen schönen geselligen Abend.

622. Historisches Schützenfest vom Mittwoch 14. bis Sonntag 18. Juni 2017

Rottmeisterpaar 2017 Markus und Susann (ScS 2017)
Das diesjährige Schützenfest fing mit einem sonnigen Mittwochabend auf dem Marktplatz an. Es hatte sich ein stattlicher Fanclub auf dem Marktplatz eingefunden, um unserem Rottmeister beim Einmarsch zuzujubeln. Markus ließ sich auch nicht lumpen und versorgte seine Anhänger mit der einen oder anderen Rutsche Bier. Mit Engagement und Edelherb wurden vereinzelt dazu stoßende Wankelmütige in intensiven Einzelgesprächen überzeugt, am nächsten Morgen den Weg ins Rott anzutreten.
 
So verwundert es nicht, dass am Donnerstag das Rottzelt rappeldicke voll war. Als der Check-In-Schalter gegen 9:30 Uhr öffnete, hatte sich schon eine Schlange gebildet: Unterschrift ins Rottalbum, Beitrag entrichten, Rose ans Revers, Festabzeichen anstecken, Rottanhänger um den Hals, gehauchtes Küsschen von den Damen, fester Händedruck vom Meister, Bier in die Hand, Gewehr ins Fass, Eintreten ins Zelt, "Morgen Rottbrüder!", Zylinder an die Leine, nicht reservierten Platz einnehmen, und nahtlos in das Rottleben eintauchen. Spätestens gegen 10 Uhr beim kraftvoll intonierten "Schützen" kehrte es wieder, das "herrliche Gefühl".

Platzkonzert am Mittwoch

Im Rottzelt und um zu herrschte Wohlfühlatmosphäre. Von der Straße kommend grüßte das nagelneue Rosenrottbanner über der Einfahrt. Günter, der Herr der Rosen, hatte einen 7,5-Tonner voller üppig blühender Kübelpflanzen angekarrt und die Latifundien unseres Rott- und Vereinsbruder Dieter in einen Rosengarten verwandelt. Im prachtvoll heraus geputzten Zelt waren die beiden neuen Landesfahnen unter der Plane der Hingucker. Die Tische bogen sich unter der Last der Mett-Brötchen und ein nie enden wollender Strom von Bierchen wurde von den Rottdamen hereingetragen. Daher an dieser Stelle noch mal ein ganz herzliches Dankeschön an Susann und Ihre Damenriege, dass sie uns so schöne und sorgenfreie Stunden beschert haben.

Gut, mit dem "ein bisschen trinken, ein bisschen träumen" war es nicht weit her, dazu gab es einfach zu viele Beiträge. Udo durfte sich nach einer Petition an den Fürsten kurz von der Landpartie absentieren, um in einer namentlich nicht genannten Kleinstadt an der Ostgrenze des Fürstentums sein Loblied auf den Rottmeister zu singen: Da meldet sich Markus mit ganz breiten Grinsen: "Aber bitte mit Zinsen." Axel musste oft zur Gitarre greifen, um die das "Beste Rott auf der Welt" zutiefst bewegenden Themen: "Billy Boys", "Doofe Säcke", "Schützen pfützenfest", "Butterflecken", "Isopropylalkohol" musikalisch aufzuarbeiten. Besonderen Applaus erntete Nadja, die den Klagen der "unter der Ollen" nach Luft ringenden Rottbrüder mit einer überaus gekonnt vorgetragenen Gegendarstellung "Unter dem Vollen" den Wind aus den Segeln nahm.
Und wenn die Musik verstummte, dann stand garantiert einer auf, um mit einem Wortbeitrag die Runde zu unterhalten: Die launigen Ansagen vom Rottmeister. Michael hat über den Vers "Wer spärlich sät, wird nur wenig ernten" aus dem Buch Markus gepredigt. Durch Maltes Recherchen wissen wir nun, warum die Schäferkaserne Schäferkaserne heißt. Marc hatte es mit den Schuppen und Peter hat Lili Marleen in den Kontext von dreitausend Jahren Weltliteratur gestellt. Und dazu kam noch so mancher Witz und kleine Annekdoten.
Einem besonderen Höhepunkt gab es am Donnerstag: Die von Udo Schatz in den letzten Monaten unter Mitwirkung von sangesstarken Rottbrüdern und -schwestern erstellte und mit Spannung erwartete Rosenrott-CD wurde der Öffentlichkeit vorgestellt. Mehr dazu im folgenden Beitrag auf dieser Seite.

Leider hat das Festkomitee (wenn auch nur mit knapper Mehrheit) den Antrag auf eine montägliche vierte Rottfeier abgelehnt. Daher endete - sehr zum Leidwesen der engagierten Rosenrottbrüder - das Fest bereits am Sonntagabend mit der Nachfeier. Zum Ausklang schallte noch zweimal ein kräftiges dreifach "Vivat Hoch" durch das - wie jedes Jahr zu kleine - Traditionszelt. Einmal als Dank für Markus Metschke und Susann, dass Sie uns ein so schönes Fest bereitet hatten. Und danach gleich nochmal als Dank für Jan Busche und Natalie, dass sie sich im nächsten Jahr vor den Karren spannen lassen.

Rottfeier am Donnerstag

Rottfeier am Freitag

Rottfeier & Nachfeier am Sonntag

Rosenrott-CD wurde am Donnerstag 15. Juni 2017 vorgestellt

Am Schützenfest-Donnerstag war es soweit. Die von Udo Schatz in den letzten Monaten unter Mitwirkung von sangesstarken Rottbrüdern und -schwestern erstellte Rosenrott-CD wurde im Rottzelt vorgestellt. Udo schreibt dazu in seinem Vorwort:   

. . So entstand die Idee, das Liedgut im Rosenrott, begleitet von Geschichten und Dönekens rund ums Rottzelt, in Ausschnitten auf eine CD zu bringen. Dazu versammelten sich einige Damen und Herren des Rosenrotts im Studio der BBS Stadthagen, um an einem Wochenende im April 2017 mit Hingabe und Freude einige Stücke aus dem umfangreichen Rott-Repertoire einzuspielen.

Ich bin mir sicher, dass wir mit dieser CD eine bleibende Erinnerung an das herrliche Rottleben im Rosenrott beim Historischen Schützenfest in Stadthagen geschaffen haben.


Dem gibt es eigentlich nichts hinzuzufügen, alles Wichtige gesagt. Außer vielleicht dem dringenden Hinweis, sich unbedingt ein Exemplar der limitierten Erstauflage zu sichern. Wenn den Rosenrottbruder in den schier endlosen Monaten zwischen zwei Schützenfesten wieder mal der Blues überkommt "Die Sonne scheint so trübe, zu Haus ins Kellerloch", dann hilft die CD zuverlässig über die kritischen Stunden hinweg.


Ein ganz herzlicher Dank an Udo, dass er mit viel Engagement und in zahllosen Stunden Arbeit dieses Projekt auf die Beine gestellt hat. Die Rosenrott-CD kann ab sofort zum Preis von 10 € beim Verein Freunde des Rosenrott erworben werden.


Zelt schmücken am Montag 12. Juni 2017

Nur noch wenige Tage bis es losgeht. Voller Vorfreude knieten sich die Rottbrüder rein und verwandelten das nackte Zelt in ein stimmungsvoll geschmücktes Hauptquartier. Man spürte es förmlich, da waren 622 Jahre Schützenfest-Erfahrung am Werk, konzentriert, ergebnisorientiert, jeder Handgriff saß:

  • Der Bindedraht um die Dachsparren: Nicht zu fest und nicht zu lose gewickelt.
  • Das Filetieren der Tannen in handliche 25 cm Enden: Enge Toleranzen, keine kürzer als 22,8 cm, keine länger als 25,3 cm.
  • Das Stecken der Tannenzweige in den Bindedraht: Das Grüne nach oben, keine Ausnahmen. Bedeckung der Balkenflächen durch Tannengrün zuverlässig zu mehr als 95%.
  • Die Fotos waagerecht (zulässige Abweichung +/- 3 Grad) aufgehängt und inhaltlich-thematisch gruppiert.
  • Die Leinen für die Zylinder mit 10 cm Durchhang zwischen den Zeltsäulen gespannt. Die Klammern im 15 cm Abstand positioniert.
  • Die beiden neuen vom Verein beschafften Fahnen am Zelthimmel mit GPS eingemessen und mit dem Laser ausgerichtet.
  • Zelt ausfegen: Restnadelbelag auf dem Fußboden von zuverlässig unter 4 Nadeln pro Quadratmeter.
  • Am Eingang zum Garten das nagelneue "Rosen Rott"-Banner in luftiger Höhe (Höhe Getränkelaster + 10%) und sturmfest (wir sind schließlich die Niedersachsen) aufgezogen.  
Solche Spitzenleistung - da wollen wir bei der Wahrheit bleiben - sind nicht ohne Doping möglich. Entsprechend wurde die schmückende Truppe durch regelmäßige Verabreichung von Import-Schaumburger in der bewährten 200 ml-Dosierung bei Kräften gehalten. So war es auch kein Wunder, das der Rottmeister bereits nach wenigen Stunden den Grill anwerfen konnte und man das Werk in fröhlicher Runde beenden konnte. Einhellige Meinung, so schön war das Zelt noch nie. Nun kann das Schützenfest beginnen.


Aufbau des Zeltbodens am Samstag 13. Mai 2017

Wohl 30 Jahre im Dienst des Rosenrott, 3 Tage Rottleben im Jahr, immer um die 50 Rottbrüder, jeder 500 mal täglich im Takt zur Musik aufgestampft, und das mit jedem Fuß. Wer gut im Kopfrechnen ist, hat schnell raus, dass unser braves Rottzelt in den letzten 30 Jahren rund 4,5 Millionen Tritte abbekommen hat. Kein Wunder also, dass der Fußboden gewisse Ermüdungserscheinungen zeigt, an der einen oder anderen Stelle ausgebessert werden muss. Löblich daher, dass der Verein seine Schatulle geöffnet und einen Fachmann mit der Sanierung des Zeltbodens beauftragt hat. Doch damit der Tischler die maroden Teile identifizieren, ersetzen und rechtzeitig vorm Schützenfest wieder einpassen kann, muss in diesem Jahr der Zeltaufbau in zwei Etappen erfolgen.


Also fanden sich an die zehn tatkräftige Zelt-Liebhaber im Garten unseres Rottbruders Dieter F. Kindermann ein, um "mal eben" vorab den Boden vom Zelt aufzubauen. Aber so einfach ist das nicht:

  • Erste Hürde: Die Teile für den Zeltboden liegen ganz unten auf dem Anhänger. Also erst mal jede Menge Teile runter - und später dann wieder rauf - wuchten, bevor man an die Balken und Bretter für den Unterbau rankommt.
  • Zweite Hürde: Wo stand das Zelt eigentlich letztes Jahr? Konsens herrschte darüber, dass es irgendwo auf der Wiese gestanden hat. Aber die Wiese ist bekanntlich groß. Zum Glück tauchte dann ein Lageplan auf, den Peter L. letztes Jahr gezeichnet hatte, Problem gelöst.
  • Dritte Hürde: Der Fußboden des Zeltes muss eben und waagerecht ausgerichtet sein. Ganz anders also als die leicht nach Südwest ansteigende und von sanften Rundungen durchzogene Wiese. Aber mit Wasserwaage, viel Geduld und noch viel mehr Hölzern zum Unterfüttern wurde auch diese Aufgabe gemeistert.
Schließlich war es geschafft, und man konnte mit einem wohlverdienten Bier auf den Erfolg anstoßen. Wetten, dass der Aufbau von Dach und Wänden am Samstag 10. Juni nur noch ein Klacks ist  . .  .


© Ulrich Wischhöfer 2012 - 2020
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